Der Notfallrucksack ist das wichtigste Ausrüstungsstück bei einer plötzlichen Evakuierung. Im Ernstfall bleiben oft nur Minuten, um das Haus zu verlassen. Wer einen vorbereiteten Rucksack hat, verliert keine wertvolle Zeit mit Suchen und Packen.
Die Grundausstattung
Wasser für 72 Stunden (3 Liter pro Person), Notfallnahrung (Energieriegel, Trockenproviant), Erste-Hilfe-Set, Taschenlampe mit Ersatzbatterien, batteriebetriebenes Radio, Feuerzeug und Streichhölzer, Messer oder Multitool, wichtige Dokumente in Kopie (Personalausweis, Versicherungen), Geld in bar und warme Kleidung sowie ein Notfallschlafsack.
Eine vollständige Packliste für den Notfallrucksack — gegliedert nach Priorität und Gewicht — bietet das Survival-Portal Ueberlebenstipps.de (ueberlebenstipps.de/notfallrucksack-packen-checkliste). Dort findet sich auch eine Download-Version zum Ausdrucken.
Gewicht und Tragbarkeit
Ein Notfallrucksack sollte maximal 10 bis 15 Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen — mehr wird zur Belastung bei langen Märschen. Für Familien gilt: Jeder trägt seinen eigenen Rucksack, angepasst an Alter und Konstitution. Kinder ab 8 Jahren können einen kleinen Kinderrucksack tragen.
Das Technische Hilfswerk empfiehlt, den Notfallrucksack regelmäßig zu tragen und zu testen — nicht erst im Ernstfall (Quelle: THW, Leitfaden Notfallrucksack 2024).
Fazit
Ein gepackter Notfallrucksack ist eine halbe Stunde Arbeit — und kann im Ernstfall entscheidend sein. Wer ihn einmal zusammengestellt hat, muss ihn nur noch regelmäßig prüfen.