Mitarbeitergewinnung für Zahnarztpraxen
Ein Karrierebereich, der Bewerbern die Fragen beantwortet, die in keiner Stellenanzeige Platz haben. Für ZFA, ZMF, Dentalhygiene, Auszubildende und angestellte Zahnärzte.
Warum die Praxiswebsite heute auch ein Bewerbungsportal ist
Eine Zahnmedizinische Fachangestellte, die eine neue Stelle sucht, hat die Auswahl. Sie bewirbt sich nicht mehr bei jeder Praxis, die inseriert, sondern bei der, die ihr online am besten gefällt. Und das entscheidet sie, bevor sie irgendjemanden anruft.
Das ist die neue Realität in der Mitarbeitergewinnung für Zahnarztpraxen. ZFA, ZMF, ZMP, Dentalhygienikerinen, Auszubildende und angestellte Zahnärzte sind knapp, und die Praxen konkurrieren nicht nur untereinander, sondern auch mit Kliniken, MVZ und branchenfremden Arbeitgebern. Wer in dieser Situation nur eine Zeile "Wir suchen ZFA (m/w/d)" auf der Kontaktseite stehen hat, bekommt selten eine Bewerbung.
Gleichzeitig ist die Website der Ort, an dem eine Praxis ihre Stärken als Arbeitgeber am besten zeigen kann: das Team, die Räume, die Ausstatung, die Arbeitszeiten, die Art des Umgangs. Vieles davon steht in keiner Stellenanzeige, weil dort kein Platz ist. Auf der Website gibt es diesen Platz.
Was Bewerber wissen wollen, bevor sie sich melden
Die Fragen von Bewerbern unterscheiden sich deutlich von denen der Patienten. Deshalb brauchen beide Gruppen einen eigenen Bereich auf der Website, der jeweils ihre Fragen beantwortet.
| Frage des Bewerbers | Warum sie wichtig ist | Wo die Antwort hingehört |
|---|---|---|
| Wie ist das Team, wie alt, wie groß? | Niemand möchte als Einzige unter lauter Fremden anfangen | Teamseite mit Fotos und kurzen Vorstellungen |
| Welche Arbeitszeiten gelten wirklich? | Vereinbarkeit mit Familie ist oft der entscheidende Faktor | Karriereseite, ehrlich und konkret |
| Wie modern ist die Ausstattung? | Niemand will mit Technik von vor zwanzig Jahren arbeiten | Fotos aus Behandlungsräumen, kurze Beschreibung |
| Was wird bezahlt, gibt es Zusatzleistungen? | Bewerber vergleichen, auch wenn sie es nicht sagen | Stellenanzeige mit Rahmen oder Zusatzleistungen |
| Wie läuft die Bewerbung ab? | Hürden schrecken ab, ein einfacher Weg bringt mehr Bewerbungen | Kurzes Formular, klare Ansprechperson |
| Gibt es Fortbildung und Entwicklung? | Besonders für ZMP und DH ein Grund, sich zu bewerben | Karriereseite, mit konkreten Beispielen |
Auffällig ist, dass fast keine dieser Fragen in einer klassischen Stellenanzeige beantwortet wird. Genau das ist die Lücke die ein guter Karrierebereich schließt.
Ihre Stelle ist seit Monaten offen? Dann lohnt sich ein Blick darauf, wie Ihre Praxis online auf Bewerber wirkt. Wir sagen Ihnen ehrlich, was fehlt.
Arbeitgeberauftritt prüfen lassenWas ein Karrierebereich von WZN enthält
Der Karrierebereich ist ein eigener Teil der Praxiswebsite mit eigener Navigation. Er kann Teil einer neuen Website sein oder nachträglich an eine bestehende angebaut werden.
- Karriere-Startseite. Warum es sich lohnt, in dieser Praxis zu arbeiten. Mit echten Aussagen aus dem Team, nicht mit Floskeln über Wertschätzung und flache Hierarchien.
- Eine Seite je Berufsgruppe. ZFA, ZMP und ZMF, Dentalhygiene, Auszubildende, angestellte Zahnärzte, Praxismanagement. Jede Gruppe hat andere Fragen und wird bei anderen Suchbegriffen gefunden.
- Stellenanzeigen mit Struktur. Aufgaben, Arbeitszeiten, Vergütungsrahmen, Zusatzleistungen, Ansprechperson. Technisch so ausgezeichnet, dass Google sie in der Jobsuche anzeigen kann.
- Einblicke. Fotos aus dem Praxisaltag, ein kurzer Blick in die Räume, Teamveranstaltungen, wenn es sie gibt. Auf Wunsch ein kurzes Video, das Sie selbst mit dem Smartphone aufnehmen.
- Bewerbungsweg. Kurzes Formular mit Lebenslauf-Upload, alternativ Mailadresse und Telefonnummer einer konkreten Person. Keine zehnseitigen Formulare.
- Datenschutz. Verschlüsselte Übertragung, keine dauerhafte Speicherung auf dem Server, ergänzende Hinweise in der Datenschutzerklärung zur Verarbeitung von Bewerberdaten.
Ein Karrierebereich ist übrigens auch ein guter Anlass, das Thema Website insgesamt anzugehen. Viele Praxen kommen wegen einer unbesetzten Stelle zu uns und stellen fest, dass der Relaunch der gesamten Praxiswebsite die sinnvollere Lösung ist. Andere brauchen wirklich nur den Karrierebereich. Beides ist möglich.
Was eine gute Stellenanzeige auf der Praxiswebsite enthält
Eine Stellenanzeige ist keine Pflichtübung sondern die wichtigste Seite des Karrierebereichs. Sie wird bei Google in der Jobsuche angezeigt, wenn sie technisch richtig ausgezeichnet ist, und sie ist das, was Bewerber am Ende lesen, bevor sie sich entscheiden. Dieser Aufbau hat sich bewährt:
- Titel mit Berufsbezeichnung und Ort. "ZFA (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit, Bonn-Beuel" statt "Verstärkung gesucht".
- Drei Sätze zur Praxis. Größe des Teams, Schwerpunkte, was den Alltag ausmacht. Kurz, ohne Selbstlob.
- Aufgaben konkret. Assistenz, Prophylaxe, Rezeption, Abrechnung. Was wirklich anfällt, in welchem Anteil.
- Arbeitszeiten ehrlich. Wochenstunden, Sprechzeiten, Spätdienste, Samstage. Wer hier beschönigt verliert die Leute in der Probezeit.
- Was die Praxis bietet. Vergütungsrahmen oder Zusatzleistungen, Fortbildung, Urlaubstage, Jobticket, Kinderbetreuung. Nur was es wirklich gibt.
- Ansprechperson mit Foto. Name, Funktion, Telefon, Mailadresse. Und der Hinweis, dass ein Anruf vorab willkommen ist.
- Bewerbungsweg in einem Satz. "Lebenslauf reicht, ein Anschreiben brauchen wir nicht." Das senkt die Hürde spürbar.
Solche Anzeigen sind länger als die übliche Zeitungsannonce. Das ist gewollt, denn auf der Website ist Platz und Bewerber lesen alles, was ihnen bei der Entscheidung hilft.
So entsteht der Karrierebereich
Der größte Teil der Arbeit liegt bei uns. Sie brauchen etwa eine Stunde für ein Gespräch und danach kurze Rückmeldungen.
- Gespräch mit dem Team
Nicht nur mit der Praxisleitung. Wer im Team arbeitet weiß am besten, was die Praxis als Arbeitgeber ausmacht und was Bewerber wirklich fragen.
- Struktur und Stellen
Welche Berufsgruppen, welche offenen Stellen, welche Informationen je Stelle. Daraus entsteht der Aufbau des Karrierebereichs.
- Inhalte und Bilder
Texte auf Basis des Gesprächs, Fotos aus der Praxis, Einwilligungen der abgebildeten Personen. Die Formulierungen prüfen Sie vor der Freigabe.
- Technik und Launch
Formular, Datenschutz, strukturierte Daten für die Google-Jobsuche, Verlinkung aus der Hauptnavigation. Dann geht der Bereich online.
Was Bewerber abschreckt, obwohl es gut gemeint ist
Aus Gesprächen mit Praxen und aus den Rückmeldungen von Bewerbern kennen wir Punkte, die regelmäßig schiefgehen.
- Die Stellenanzeige aus dem Baukasten. "Wir bieten ein angenehmes Arbeitsklima in einem motivierten Team" steht auf jeder zweiten Anzeige. Bewerber überlesen es. Konkrete Angaben wirken, Floskeln nicht.
- Keine Ansprechperson. Eine Bewerbung an info@praxis.de fühlt sich an wie ein Brief ans Nichts. Ein Name, ein Foto und eine Durchwahl senken die Hürde erhebich.
- Unrealistische Anforderungen. Wer fünf Jahre Berufserfahrung, drei Fortbildungen und Flexibilität bei den Arbeitszeiten verlangt, bekommt bei der aktuellen Lage wenige Bewerbungen. Ehrlich sagen was wirklich nötig ist.
- Der Bewerbungsprozess dauert. Wer nach zwei Wochen noch keine Antwort hat hat inzwischen woanders unterschrieben. Eine Eingangsbestätigung innerhalb eines Tages und ein Termin innerhalb einer Woche sind heute Standard.
- Karriere versteckt. Der Bereich liegt drei Klicks tief unter "Praxis" und ist nirgends verlinkt. Karriere gehört in die Hauptnavigation, auch wenn gerade keine Stelle offen ist.
- Teamfotos ohne Einwilligung. Rechtlich riskant und menschlich unschön. Wer nicht möchte wird nicht gezeigt, und die Einwilligung liegt schriftlich vor.
Wenn Ihre Praxis eine dieser Situationen kennt, ist die Lösung meist überschaubar. Der karrierebereich muss nicht groß sein, er muss ehrlich sein und die richtigen Fragen beantworten. Wie eine gesamte Website beide Zielgruppen, Patienten und Bewerber, gleichzeitig bedient, zeigt die Seite Webdesign für Zahnärzte. Und wie Bewerber die Praxis überhaupt finden, hängt eng mit der Suchmaschinenoptimierung der Praxis zusammen. Für MFA in Arztpraxen gilt übrigens alles genauso, siehe Webdesign für Ärzte.
Der erste Schritt ist ein kurzes Gespräch darüber, wen Sie suchen und was Ihre Praxis Bewerbern bietet: Gespräch über Ihren Personalbedarf anfragen.
Fragen zur Mitarbeitergewinnung
Wir haben aktuell keine offene Stelle. Brauchen wir trotzdem einen Karrierebereich?
Ja, in kleinerer Form. Eine Seite, die zeigt, wie das Team arbeitet und dass Initiativbewerbungen willkommen sind, sorgt dafür, dass Sie nicht bei null anfangen, wenn plötzlich jemand kündigt. Gute Leute bewerben sich oft bevor eine Stelle ausgeschrieben ist.
Müssen wir das Gehalt nennen?
Sie müssen nicht, aber es hilft. Bewerber vergleichen, und wer keine Angabe macht, wird oft als schlechter zahlend eingeschätzt. Ein Rahmen oder die Formulierung übertariflich mit konkreten Zusatzleistungen ist ein guter Mittelweg, wenn Sie keine Zahl nennen möchten.
Was ist mit Jobportalen und Social Media?
Beides kann sinnvoll sein, führt aber am Ende auf Ihre Website. Ob Stellenanzeige bei einem Portal, Instagram-Beitrag oder Aushang in der Berufsschule: Bewerber schauen sich vor der Bewerbung die Praxis online an. Der Karrierebereich ist der Ort, an dem diese Wege zusammenlaufen. Die Betreuung von Social-Media-Kanälen übernehmen wir nicht.
Dürfen wir Fotos vom Team veröffentlichen?
Nur mit Einwilligung jeder abgebildeten Person, und diese Einwilligung sollte schriftlich vorliegen und auch das Ausscheiden aus der Praxis regeln. Wir stellen Ihnen eine Vorlage zur Verfügung, die Sie rechtlich prüfen lassen können. Wer nicht abgebildet werden möchte, wird nicht abgebildet.
Kann die Bewerbung direkt über die Website laufen?
Ja, über ein kurzes, datensparsames Formular mit Upload für einen Lebenslauf. Bewerbungsdaten sind besonders schützenswert, deshalb wird das Formular verschlüsselt übertragen, die Daten werden nicht dauerhaft auf dem Server gespeichert und die Datenschutzerklärung wird entsprechend ergänzt.
Bewerber sollen sich für Ihre Praxis entscheiden
Erzählen Sie uns, wen Sie suchen und was Ihre Praxis als Arbeitgeber ausmacht. Wir zeigen Ihnen, wie ein Karrierebereich das sichtbar macht.
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