Online-Terminbuchung in die Praxiswebsite integrieren
Doctolib, Dr. Flex oder das Modul Ihrer Praxissoftware, so eingebunden, dass Patienten in wenigen Schritten buchen und das Team entlastet wird.
Warum viele Patienten lieber buchen als anrufen
Wer abends um neun feststellt, dass die Kontrolle überfällig ist kann nicht anrufen. Wer tagsüber im Büro sitzt will nicht in der Warteschleife hängen. Und wer Angst vor dem Zahnarzt hat, schiebt den Anruf gern noch eine Woche auf. Eine Online-Terminbuchung nimmt all diesen Menschen die Hürde.
Für die Praxis ist das ebenfalls eine Entlastung. Jeder online gebuchte Termin ist ein Telefonat weniger an der Rezeption, das Team wird seltener aus der Asistenz gerufen, und Buchungen landen direkt im Kalender statt auf einem Zettel. Systeme wie Doctolib oder Dr. Flex sind in vielen Zahnarztpraxen deshalb längst im Einsatz. Sie senden Erinnerungen, reduzieren Terminausfälle und geben Patienten das Gefühl, die Praxis sei auch außerhalb der Sprechzeiten erreichbar.
Das Problem ist selten das System, sondern seine Einbindung in die Praxiswebsite. Der Buchungsbutton versteckt sich auf der Kontakseite, das Widget lädt auf dem Smartphone nicht richtig, oder es fehlt jeder Hinweis darauf, welche Termine überhaupt online gebucht werden können. Dann nutzt das beste System wenig, weil Patienten den Weg dorthin nicht finden.
Doctolib, Dr. Flex und andere Lösungen im Vergleich
Wir bevorzugen kein bestimmtes System und verkaufen keines. Welche Lösung zu Ihrer Praxis passt, hängt von Ihrer Praxissoftware, Ihrem Budget und davon ab, wie viel Sie den Patienten online ermöglichen möchten. Eine Orientierung:
| Lösung | Typischer Einsatz | Einbindung in die Website | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Doctolib | Buchung über das Doctolib-Profil, Patientenkonto, Erinnerungen, Videosprechstunde | Button mit Verlinkung oder eingebettetes Buchungsfenster | Datenschutzhinweis nötig, Einbettung lädt Fremdcode |
| Dr. Flex | Terminbuchung mit Anbindung an gängige Praxissoftware, Recall | Button oder Widget, gestaltbar in Praxisfarben | Datenschutzhinweis nötig, Konfiguration der Terminarten |
| Buchung der Praxissoftware | Manche Praxisverwaltungen bringen ein eigenes Online-Modul mit | Meist Verlinkung auf ein externes Portal | Gestaltung oft eingeschränkt, Weg dorthin klar machen |
| Eigenes Anfrageformular | Terminwunsch oder Rückrufbitte ohne Kalenderabgleich | Direkt auf der Website, keine Fremdanbieter | Praxis muss antworten, kein automatischer Termin |
Ein Anfrageformular ersetzt keine echte Buchung, ist aber für kleine Praxen und als Ausweichweg immer sinnvoll. Wir empfehlen in jedem Fall zwei Wege: einen für Menschen, die sofort buchen wollen, und einen für die, die lieber zurückgerufen werden.
Sie nutzen bereits ein Buchungssystem und möchten es besser einbinden? Schicken Sie uns die Adresse Ihrer Website. Wir prüfen den Terminweg auf Desktop und Smartphone.
Integrationen und Relaunch besprechenWie wir die Terminbuchung in die Praxiswebsite integrieren
Die Einbindung besteht aus mehr als einem Button. Diese Punkte gehören bei uns dazu:
- Platzierung. Buchungsbutton im Kopf jeder Seite, am Ende jeder Leistungsseite und auf dem Smartphone in einer dauerhaft sichtbaren Leiste am unteren Rand.
- Erwartung klären. Ein Satz, welche Termine online buchbar sind und welche telefonisch vereinbart werden. Das verhindert Frust auf beiden Seiten.
- Technische Einbindung. Verlinkung oder Einbettung, je nach System und Datenschutzbewertung. Bei Einbettung wird der Fremdcode erst nach Einwilligung geladen.
- Gestaltung. Button und Umfeld in den Praxisfarben, damit der Wechsel ins Buchungssystem nicht wie ein Absprung auf eine fremde Seite wirkt.
- Zweiter Weg. Telefonnummer antippbar und ein einfaches Rückrufformular, das unabhängig vom Drittanbieter funktioniert.
- Datenschutz. Passender Abschnitt für die Datenschutzerklärung, den Sie rechtlich prüfen lassen können. Keine Einbindung ohne Beschreibung.
- Test auf allen Geräten. Buchung einmal komplett durchspielen, auf iPhone, Android und Desktop, bevor die Website online geht.
Datenschutz bei eingebetteten Buchungssystemen
Ein Punkt, der bei der Einbindung häufig übersehen wird: Ein eingebettetes Buchungsfenster lädt Code vom Server des Anbieters, und dabei werden bereits Daten des Besuchers übertragen, bevor er überhaupt einen Termin gebucht hat. Das ist datenschutzrechtlich nicht ohne Weiteres zulässig. Zwei Wege sind sauber. Entweder wird der Buchungsbutton als einfacher Link auf die Buchungsseite des Anbieters umgesetzt, dann verlässt der Patient die Praxiswebsite bewusst. Oder das Fenster wird erst geladen, nachdem der Besucher zugestimmt hat, etwa über einen Hinweis mit Schaltfläche an der Stelle, an der das Fenster erscheinen würde. Welche Variante sinnvoll ist hängt vom Anbieter und von der gewünschten Nutzererfahrung ab. In beiden Fällen gehört der Anbieter in die Datenschutzerklärung.
Bei einem Relaunch der Praxiswebsite prüfen wir zusätzlich, ob die bisherige Einbindung nach dem Umzug weiter funktioniert. Widgets müssen nach einem Domainwechsel oft neu freigeschalten werden, und das fällt sonst erst auf wenn die erste Buchung ausbleibt.
In vier Schritten zur eingebundenen Terminbuchung
- Bestand
Welches System ist im Einsatz oder geplant, welche Praxissoftware, welche Terminarten sollen online gehen. Bei Bedarf sprechen wir mit dem Anbieter.
- Konzept
Festlegung von Platzierung, Einbindungsart, zweitem Weg und Texten rund um die Buchung. Klärung der Datenschutzanforderungen.
- Umsetzung
Technische Einbindung, Gestaltung, Formular für Rückrufbitten, Ergänzung der Datenschutzerklärung.
- Test
Vollständige Testbuchung auf verschiedenen Geräten, Prüfung der Bestätigungsmails, Kontrolle nach dem Launch.
Woran die Terminbuchung auf Praxiswebsites scheitert
- Der Button ist da, aber unsichtbar. Grau auf hellgrau im Footer. Patienten suchen ihn nicht, sie erwarten ihn oben rechts.
- Alles ist buchbar. Wenn Notfälle und Implantatberatungen online frei gebucht werden können, entsteht Chaos im Kalender. Terminarten bewußt begrenzen.
- Das Widget lädt ohne Einwilligung. Fremdcode, der beim seitenaufruf sofort Daten überträgt, ist ein Datenschutzrisiko. Erst nach Zustimmung laden oder verlinken statt einbetten.
- Kein Hinweis auf Wartezeit. Wer online nur Termine in acht Wochen sieht ohne zu wissen, dass Akutfälle telefonisch schneller drankommen, bucht woanders.
- Bestätigungsmails im Spam. Wenn Patienten die Bestätigung nicht erhalten rufen sie doch an. Absenderadressen und Texte gehören geprüft.
- Nur ein Weg. Fällt das System aus oder scheitert ein älterer Patient am Widget gibt es keine Alternative. Telefon und Rückrufformular gehören immer daneben.
Für Patienten mit Einschränkungen ist der zweite Weg besonders wichtig, weil eingebettete Buchungssysteme nicht immer barrierefrei sind. Mehr dazu auf der Seite barrierefreie Praxiswebsite. Wie die Terminbuchung in den gesamten Weg vom Suchergebnis bis zum Termin passt, beschreibt Neupatienten gewinnen.
Wenn Sie Ihre Terminbuchung neu einbinden oder erstmals einrichten möchten, beschreiben Sie uns kurz System und Praxissoftware: Terminbuchung für Ihre Website anfragen. Einen Überblick über alle Bausteine finden Sie in den Leistungen für Zahnarztpraxen.
Fragen zur Terminbuchung
Wir nutzen bereits Doctolib. Was ändert sich mit der neuen Website?
An Doctolib selbst nichts. Ihr Konto, Ihre Terminarten und Ihre Kalender bleiben, wie sie sind. Was sich ändert, ist der Weg dorthin: Der Buchungsbutton wird sichtbar platziert, auf dem Smartphone dauerhaft erreichbar, und die Einbindung wird so gestaltet, dass sie zur Website passt und datenschutzrechtlich sauber beschrieben ist.
Kann man Termine ohne Drittanbieter über die Website buchen?
Eine echte Terminbuchung mit Kalenderabgleich braucht ein System, das mit Ihrer Praxissoftware spricht. Das leisten Anbieter wie Doctolib oder Dr. Flex. Was ohne Drittanbieter geht, ist eine Terminanfrage oder Rückrufbitte über ein einfaches Formular. Für kleine Praxen ohne Online-Buchung ist das oft ein guter erster Schritt.
Muss die Terminbuchung in die Datenschutzerklärung?
Ja. Sobald ein Buchungssystem auf der Website eingebunden ist, verarbeitet ein Drittanbieter Daten der Besucher. Das muss in der Datenschutzerklärung beschrieben werden, und je nach Art der Einbindung ist eine Einwilligung vor dem Laden erforderlich. Wir setzen die technische Seite um und liefern einen passenden Textbaustein zur rechtlichen Prüfung.
Welche Terminarten sollten online buchbar sein?
Das entscheidet die Praxis. Bewährt haben sich Prophylaxe, Kontrolluntersuchung und Erstberatung, weil sie planbar sind und wenig Vorabinformation brauchen. Komplexe Behandlungen und Notfälle bleiben meist beim Telefon. Wir richten die Website so ein, dass beide Wege klar erkennbar sind.
Was ist, wenn das Buchungssystem einmal ausfällt?
Dann muss es einen zweiten Weg geben. Deshalb steht neben jedem Buchungsbutton die Telefonnummer, und ein einfaches Rückrufformular funktioniert unabhängig vom Drittanbieter. Eine Website, die bei Ausfall des Widgets keine Kontaktmöglichkeit mehr bietet, ist ein Fehler im Aufbau.
Patienten sollen buchen können, wann sie wollen
Nennen Sie uns Ihr Buchungssystem und Ihre Praxissoftware. Wir sagen Ihnen, wie die Einbindung sinnvoll aussieht und was rechtlich zu beachten ist.
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